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Und Nietsche weinte von Irvin Yalom

Ein Bild von Irvin Yalom Ich liebe fast alle Bücher, die Irvin Yalom geschrieben hat. Vor vielen Jahren hatte ich leider vergessen, „Die rote Couch“ , einen Roman, viel gelobt von meinen Bekannten, rechtzeitig zu besorgen. Ich wollte zu einer Tagung nach Wien und nun … ein verzweifelter Besuch des Bahnhofskiosks. Ein einfacher und spannender Krimi würde ja zur Not für die lange Zugfahrt reichen. Mit wenig Engagement schaute ich das Angebot der üblichen Verdächtigen durch und traute meinen Augen nicht. Dort war er. Irvin Yalom. „Die rote Couch“. Ein wunderbares Buch.
Aber berichten möchte ich hier von einem anderen. Lange Jahre mein Lieblingsbuch (s.u.) Und gern weitergereicht.

„Und Nietzsche weinte“ . Die Originalausgabe erschien 1992 unter dem Titel „When Nietzsche wept“, die deutsche Ausgabe 1994 im Kabel Verlag.

Irvin Yalom, Spross einer russisch-jüdischen Einwandererfamilie in Washington, ist einer der einflussreichsten Psychoanalytiker in den USA. Er kam 1931 auf die Welt und schrieb neben einiger Fachliteratur auch viele wunderbare psychoanalytische Geschichten und Romane mit philosophischem Hintergrund.

Mit "Und Nietzsche weinte" link  ist Yalom für mein Gefühl etwas Besonderes gelungen. Er stellt eine Beziehung von Figuren her, die sich im wirklichen Leben nie getroffen haben. Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud, Lou Salomé und Josef Breuer sind die Protagonisten in diesem Roman, der durch geschickte Variationen, Redekunst und auch durch Tricks und Experimente besticht. Die Wortgefechte und diese Dialoge mit psychoanalytischem Hintergrund haben mir die reinste Freude bereitet. Beim Lesen war ich mitten drin und hatte niemals das Gefühl einer Fiktion. Sie waren mit mir zusammen in dieser Welt und haben mir ein Lieblingsbuch (wobei ich unangemessen viele habe) , beschert.

Elke
Tipp von Elke