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Der Friedenspreis des deutschen Buchhandels wurde an Margaret Atwood verliehen.

Er ist international und als eine der bedeutsamsten Auszeichnungen aus Deutschland bekannt. Seine Aufgabe ist es, eine Person auszuzeichnen, die durch Literatur, Wissenschaft oder Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat. Dieses Jahr ging er an die Schriftstellerin Margaret Atwood.

In ihrer Rede sagt sie: Geschichten haben es in sich. Sie können das Denken und Fühlen der Menschen verändern, zum Besseren aber auch zum Schlechteren.

Sie wuchs in den Wäldern Kanadas auf. Mit 16 Jahren begann sie, auf dem Heimweg von der Schule Gedichte zu schreiben. Später studierte sie Literaturwissenschaft. Sie schrieb Romane, Kinderbücher, Prosa und Gedichte. Inzwischen hat sie mehr als 50 Bücher veröffentlicht.

In ihrem Sachbuch "Payback: Schulden und die Schattenseite des Wohlstands" link  schreibt sie darüber, wie das Konzept der Schulden – im ökonomischen und im moralischen Sinn – unser Denken und Verhalten seit Anbeginn der menschlichen Kultur prägt und bestimmt. Und sie fragt: Was sind wir Menschen einander und was sind wir unserem Planeten schuldig?

Einer ihrer bekanntesten Romane ist „Der Report der Magd“. 1990 wurde er verfilmt.

Aktuell erscheint eine Serienadaption. Sie wurde mit 8 Emmy-Awards ausgezeichnet und gilt damit als eine der besten Serie 2017.



Ihre Geschichten sind mögliche, dystopische Zukunftentwürfe

Der Der Report der Magd link  erschien 1985 und erlebt gegenwärtig ein Comeback in die Buchläden. Grund dafür ist Präsident Trump. Durch seinen Sexismus und seine Politik sind Bücher wie Georg Orwells "1984" und eben auch Margarets Buch durch ihre bedrohliche Aktualität wieder sehr gefragt. In „Der Report der Magd“ tragen die Mägde, welche als Geburtsmaschine dienen müssen, rote Mäntel. Viele Frauen in den USA haben damit begonnen, als Symbol auf Demonstrationen und Protesten ebenfalls rote Mäntel zu tragen.

Der Schriftsteller Wolfgang Pollenz schreibt über den Roman: Das wahrlich Erschreckende an dem Roman ist, dass alles, was in der zukünftigen Gesellschaft, die dort beschrieben wird, geschieht, nichts Neues ist. Viele von Atwoods Romanen sind dystopische Entwürfe. In vielen wird Umweltveränderung thematisiert. Laut der Schriftstellerin Eva Menasse zeigen ihre Werke, wie Literatur sein muss, um auch politische Wirkung zu entfalten.