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Der Science-Fiction Autor Philip K. Dick

Ridly Scott nannte ihn den Charles Dickens des Science-Fiction. Zahlreiche seiner über 100 Kurzgeschichten und 43 Romane wurden zu Vorlagen bekannter Filme. Er selbst bewegte sich von Krise zu Krise, zwischen Paranoia und Imagination, immer auf der Suche nach einer Annäherung an die Antworten seiner Fragen: Was ist real und was ist der Mensch?

Twinless Twin, ein Zwilling ohne Zwilling

Philip K. und seine Zwillingsschwester Jane C. werden im Dezember 1928 geboren. Fünf Wochen später stirbt Jane. Sie ist schon bei der Geburt die Schwächere. Auf dem Grabstein seiner Schwester ist Platz für ein weiteres Todesdatum, sein Name steht bereits dort. Philip K. gibt sich die Schuld an ihrem Tod, sein ganzes weiteres Leben ist geprägt davon, dass er sie vermisst. Es beeinflusst sein Schreiben und sein Leben. Er ist ein „Twinless Twinn“, ein Zwilling ohne Zwilling.

Die Beziehungen unter Zwillingen sind wahrscheinlich die innigsten und beständigsten aller menschlichen Beziehungen. Stirbt einer von beiden, fühlt sich der andere Zwilling nicht mehr vollständig. Selbst wenn einer der Zwillinge kurz nach der Geburt stirbt oder sogar lange vor der Geburt, kann es den verbliebenen Zwilling schwer treffen und sein ganzes Leben davon betroffen sein. Sie werden von dem Gefühl begleitet ...das immer jemand fehlt.
Es gibt Organisationen, in denen sich Twinless Twins gegenseitig austauschen und unterstützen:  lone twin network link 

Philips Grabstein, mit seinem Namen, ohne Todesdatum

Philip schreibt und liest Science-Fiction bereits in seiner Kindheit. Später sagt er: Ich war regelrecht süchtig. Er wird als ein etwas seltsames Kind beschrieben, intelligent aber lieber zurückgezogen. Er hat viele Ängste und bekommt Panikattacken. Seinen ersten Besuch bei einem Psychologen hat er mit sechs Jahren.
Eine seiner Ehe-Frauen wird seine Psyche später so beschreiben: Wenn du dir die Frage stellst: `Wie weiß ich, ob meine innere Sicht auf die Realität die Realität ist?´, dann befindest du dich in einer typischen Philip-Situation.

Was ist Realität und was ist der Mensch?

Ein Zitat von Philip K.Dick Zwei große Fragen sind es, die ihn treiben und in seinen Geschichten auftauchen. Was ist ein Mensch, was macht uns zum Menschen? Und: Was ist Realität, was ist wirklich, gibt es hinter dem, was wir wahrnehmen, etwas ganz anderes? In seinen Geschichten ist immer wieder ein Teil der Realität für den Protagonisten verborgen. Oft gibt es Autoritäten oder Mächte, die diese weiterhin geheim halten wollen.

Vielleicht beschäftigt ihn auch die Frage: Wo ist meine Schwester? Gibt es eine Realität, in der sie lebt? Eine Parallel-Welt? Seine Frau Anne D. wird sagen: Sie war nicht wirklich komplett tot für ihn […], sie war viel in seinen Gedanken.

Er ist fünfmal verheiratet gewesen. Seine Frauen sind sich ähnlich, sie entsprechen dem Bild, das er sich von seiner erwachsenen Schwester macht, und sie brauchen Hilfe, die er ihnen versucht zu geben.
Sein Therapeut sagt: Sein Leben war geprägt durch seine Frauen. Er hatte immer Frauen, die hilfebedürftig waren und um die er sich kümmern musste. Konnte er sich nicht kümmern, ging es ihm schlecht. Seinen Therapeuten sah er regelmäßig, wenn er gerade nicht verheiratet war.

In Philip K. Dicks Romanen taucht immer dieselbe Frau auf. Seine Frau Tessa erzählt: das dunkelhaarige Mädchen, sie heißen unterschiedlich, aber sie ist immer dieselbe Frau. Einer seiner Biografen meint: Er war immer auf der Suche nach seiner verstorbenen Zwillingsschwester.

Die Sciene Fiction Literatur zu Philip K. Dicks Zeit

In Philip K. Dicks Zeit war Science-Fiction-Literatur eine nicht allzu stark beachtete Literaturform. Er versuchte sich zwar kurzzeitig auch in anderen Literaturformen, des Geldes wegen, blieb der SF aber als „seinem Genre“ treu. Es sagte: Leute fragten mich: Warum schreiben Sie nicht etwas Ernsthaftes? Warum SF? Schreiben sie doch mal etwas Gehaltvolles! Die meinten wohl etwas Wichtiges. Heute weiß ich, dass ich mein Bestes gab. Ich schrieb den tiefgründigsten imaginativen Roman, den ich schreiben konnte, ließ ihn in die Welt hinaustreiben und hoffte, dass er irgendwann seine Leser finden würde. Und die fand er schließlich. Seine Fantasie erweiterte die Grenzen der Vorstellungskraft seiner Leser. Und hat Generationen nach ihm beeinflusst. Der Youtube-Channel watchmojo drückt es folgendermaßen aus: Egal, ob du ihn kennst oder nicht […], dein Leben wurde von diesem Schriftsteller beeinflusst. Sehr viele beliebte Filme basieren auf seinen Büchern und Kurzgeschichten.


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