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Astrid Lindgren, Friedenspreis und Lex Lindgren

1978 wird ihr der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Ihre Rede, die sie bei der Verleihung in der Paulskirche in Frankfurt halten will, in der sie gegen Gewalt und unterdrückende Erziehungsmethoden spricht, wird seltsamerweise heiß diskutiert. Sie muss erst damit drohen, den Preis nicht anzunehmen, bevor sie die Rede halten darf. Ihre Rede Niemals Gewalt ist immer noch aktuell, sie kann nur jedem empfohlen werden. Wenn du sie lesen möchtest kannst du das hier tun: .niemals-gewalt.de link

Zu dieser Rede gehört auch eine kleine wahre Geschichte: Auf dem Youtube Kanal des Vereins DagoKinderlobby ist ein Kurzfilm, dieser Geschichte zu sehen. Gemacht hat ihn der Filmemacher David Aufdembrinke:

1980 gab es eine Volksabstimmung zur Kernkraft, in die Astrid sich einmischte und sich gegen Atomkraft aussprach.

Ein Jahr später erscheint ihr Buch Ronja Räubertochter   link. Es spielt in einer Welt in der die Natur unberührt ist und in der Kinder vernünftiger als die Erwachsenen agieren. Die Kinder wachsen heran, emanzipieren sich von den Erwachsenen und finden neue Wege. Sie schreibt: In Ronja steckt die Sehnsucht nach einer anderen Zeit als unserer mit all der Umweltzerstörung. Man träumt sich zurück in einen Urwald.

1985 setzte sie sich für die Rechte der Nutztiere ein. Sie veröffentlicht eine Reihe von Artikeln in der Expression. Es gab eine landesweite Debatte über die lebensverachtende Massentierhaltung. Ein Bild von Astrid Lindgren mit Zitat Schließlich lenkt die Regierung ein und gibt vor, ihr ein neues Gesetz zum 80. Geburtstag schenken. Astrid schreibt in der Expression: daß dieses Gesetz ein Geburtstagsgeschenk der Regierung für mich sein soll. Ich bin nicht so eingebildet, das auch nur einen Augenblick lang zu glauben. Aber von mir aus! Wir können ja so tun als ob. [...] und platze sofort mit dem heraus, was ich am Geschenk auszusetzen habe. Das Gesetz wird verabschiedet. Es ist nicht mehr als eine juristische Augenwischerei. Es wird nach ihr benannt: Lex Lindgren Astrid schreibt dazu: Soll ich mich etwa geschmeichelt fühlen, daß dieses sinnlose Gesetz nach mir benannt wird?

Ihre Texte zum Tierschutz und gegen die Massentierhaltung sind in ihrem Buch "Meine Kuh will auch Spaß haben: Einmischung in die Tierschutzdebatte. Wie und warum es so wurde, wie es geworden ist"   link zusammengestellt.

1994 wird ihr für ihren Einsatz für Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit und das Verständnis von Minderheiten der alternative Nobelpreis verliehen.

Ein Bild von Astrid Lindgren mit Zitat

Im Jahr 2002, mit 95 Jahren, stirbt sie in ihrer Wohnung. Der Trauergottesdienst findet am internationalen Frauentag in Stockholm statt. Beigesetzt wird sie im Familiengrab in Vimmerby.

2005 wird ihr Archiv als UNESCO Weltkulturerbe vorgeschlagen.

2017: Ihre Bücher gehören nach wie vor zu den besten Kinderbüchern, die es gibt.

Katze