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Astrid Lindgren, Brieffreundschaften und weitere Bücher

1946 erscheint neben einem weiterem Pippibuch auch „Meisterdetektiv Kalle Bloomquist „ und das Buch „Wir Kinder aus Bullerbü“.

1948 macht Astrid eine Rundreise in den USA und schreibt darüber in einer Frauenzeitschrift. Sie beschreibt auch das Unrecht gegenüber den farbigen Menschen in der Bevölkerung. Ihre Erlebnisse und Beobachtungen dort führen später zu dem Buch „Kati in Amerika   link“.

Als der Enkel von Astrid drei Jahre alt ist, schreit er und schreit und schreit … Astrid fragt ihn: Rate mal, was der Michel aus Lönneberga angestellt hat? Der Kleine ist sofort still und lauscht, was denn der Michel nun angestellt hat. "Immer dieser Michel"  link war geboren.

1951 moderiert Astrid die Radiosendung „Unverheiratete Mutter“. Ihre eigene Geschichte als unverheiratete Mutter verschweigt sie allerdings noch.
1952 stirbt ihr Mann Sture.

Im darauf folgenden Jahr wird sie von Louise Hartung nach Berlin eingeladen, um aus Pippi Langstrumpf vorzulesen. Astrid sagt zu und kommt bei Louise zu Hause unter. Sie unternehmen viel zusammen und es beginnt eine Freundschaft. Sie sehen sich regelmäßig und schreiben sich insgesamt über 600 Briefe. Louise ist in Astrid verliebt. Astrid schreibt: [...] du niemals damit zufrieden sein kannst, Liebe zu schenken und nur Freundschaft zurückzubekommen. Die beiden haben trotz der ungleichen Gefühl zueinander eine sehr enge Freundschaft. Zwei außergewöhnliche Frauen, die eine spannende Korrespondenz link miteinander führten.

Astrid veröffentlicht das Märchen „Mio, mein Mio  link“. Das Buch wird von Kritikern gelobt. Astrid wird den großen Märchenerfindern der Literatur gleichgestellt.

Astrid hat immer eine sehr gute Beziehung zu all ihren Geschwistern gehabt. Als ihr älterer Bruder Gunnar am Herzen erkrankt und sein baldiger Tod abzusehen ist, schreibt sie das Buch „Die Brüder Löwenherz link“, in dem es um das Sterben geht. Es ist eines der ersten Kinderbücher, das sich mit dem Thema Tod beschäftigt. Dafür gab es natürlich die übliche Kritik. Einerseits wurde behauptet, das Thema wäre für Kinder grundsätzlich nicht geeignet, auf der anderen Seite meinte man, in diesem Buch würde der Tod verharmlost werden, oder es würde gar den Selbstmord verherrlichen. Nichts davon ist haltbar, das Buch ist mittlerweile ..als eine ernsthafte, für kindliche Leser angemessene Auseinandersetzung mit dem Tod anerkannt. (.kinderundjugendmedien.de) link Es ist ein Buch für Kinder und auch für Erwachsene, um sich mit dem Thema Sterben, Tod und Trauer literarisch auseinanderzusetzen. Und da dies Dinge des Lebens sind, ist das auch sehr wichtig.

Astrid bekommt sehr viel Post von Kindern und Erwachsenen aus der ganzen Welt. Ein 12 Jahre altes Mädchen bittet Astrid darum, sich dafür einzusetzen, ihr die Hauptrolle in einem Film zu geben. Es kritisiert außerdem an den bisherigen Verfilmungen von Astrids Geschichten und die auswahl der Schauspieler. Astrid antwortet (Werden die Filme nur gut, wenn Sara [...] die Hauptrolle spielt?) Sara schreibt zurück und entschuldigt sich. Es entsteht eine tiefe Brieffreundschaft zwischen den beiden. Über 30 Jahre hinweg schreiben sie sich 80 Briefe. Ein Dialog über Religion, Politik, über das Schreiben … Die beiden werden sich nie sehen, nie ein Wort miteinander reden. Die Verwalterin des Briefnachlasses von Lindgren ist mit dem Wunsch nach Veröffentlichung an die inzwischen erwachsene Sara herangetreten. Deine Briefe lege ich unter die Matratze. Ein Briefwechsel 1971-2002 link

Katze