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Astrid Lindgren
-Schule, erste Arbeit und ein heimliches Kind

Kind träumt Astrid wurde mit sieben Jahren eingeschult und besuchte die Grundschule. Nach drei Jahren endete diese und sie ging weiter auf die Realschule, was damals nicht üblich war, da es Geld kostete und es sich viele Familien nicht leisten konnten.

Sie hatte das Glück, einen Lehrer zu haben, der sie im Schreiben unterstützte. Dass Lehrer ihren Schülern helfen, ist leider auch heute noch keine Selbstverständlichkeit. Sie schreibt: Schon in meiner Schulzeit erhoben sich warnende Stimmen: ‚Du wirst mal Schriftstellerin, wenn du groß bist.‘ … Das entsetzte mich derart, daß ich einen förmlichen Beschluss fasste: Niemals würde ich ein Buch schreiben.

Als sie dreizehn Jahre alt war, wurde ein Aufsatz von ihr in der Ortszeitung Vimmerby Tidning veröffentlicht. Als sie 16 Jahre alt war, beendete sie die Schule und fing ein Volontariat bei der Zeitung Vimmerby Tidning an. Dort schrieb sie auch eine mehrteilige Reisereportage – „Als Vagabund unterwegs“ – "Rasmus und der Landstreicher"   linknachdem sie mit Freunden zusammen durch Schweden vagabundierte. In Astrids Büchern kommen immer wieder Landstreicher vor. In ihrem Buch geht ein Waisenjunge auf Elternsuche. Ein sehr schönes Kinderbuch. Das später auch verfilmt wurde.

Astrid ging gern ins Kino. Besonders beeindruckten sie dort die Filme mit der Schauspielerin Mary Pickford. Zwei sehr bekannte Pippi Langstrumpfgeschichten haben hier ihren Ursprung.
Der Youtuber mikeytheturtle hat einen sehr sehenswerten, kurzen Film dazu gemacht:

Mary Pickford war der erste Star Hollwoods   link

Mit 18 Jahren wurde sie vom viel älteren Chefredakteur der Zeitung schwanger. Sie entschied sich gegen eine Heirat und wollte das Kind allein großziehen. Zur damaligen Zeit schon ein Skandal, war das durch den Beruf ihres Vaters als Kirchenvorsteher sogar noch brisanter.

Astrid Lindgren, in jungen Jahren Sie wollte dem Skandal entkommen und zog nach Stockholm. Hier begann sie eine Ausbildung als Stenographin und Maschinenschreiberin. Als unverheiratete Mutter würde sie zur damaligen Zeit gebrandmarkt sein, daher wandte sie sich an die Anwältin und Frauenrechtlerin Eva Anden. Von ihr bekam sie den Rat, ihr Kind in einer Klinik in Dänemark zu bekommen; damals die einzige Klinik in ganz Skandinavien, die anonyme Geburten ermöglichte. Am 4.12.1926 gebärt sie ihren Sohn Lars, genannt Lasse. Am 23.12. lässt sie Lasse bei einer Pflegemutter zurück. Sie sagt später: Ich habe Lasse nicht gestillt und das bricht mir das Herz. Aber ich musste an Weihnachten nach Hause fahren, sonst hätten meine Eltern erklären müssen, warum ich nicht da bin. Ich war so einfältig, wirklich dumm. Das bereue ich. Astrid schlägt sich in Stockholm als Aushilfssekretärin durch. Es ist eine schwierige Zeit für sie. Sie wäre am liebsten bei Lasse, aber es ist kaum Geld da, um ihn zu besuchen.
Nach 2 Jahren bekommt sie eine neue Arbeit als Schreibkraft beim Königlichen Automobil-Club. Dort arbeitet Sture Lindgren als Bürovorsteher.

Katze